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Welschriesling
Die Herkunft dieser spät reifenden, weißen Rebsorte ist unbekannt. Nach einer
der Theorien stammt sie angeblich aus Rumänien, wo sie auch weit verbreitet ist.
Trotz der Namens-Ähnlichkeit ist sie nicht mit dem Riesling verwandt (welsch
bedeutet fremd oder ausländisch). Es laufen auch Bestrebungen, den zur
Verwirrung beitragenden Namen auf Rizling zu ändern. Zahlreiche vielsprachige
Synonyme belegen die weite Verbreitung, dies sind zum Beispiel Aminea Gemela,
Biela Sladka, Grasevina (Kroatien), Laski Riesling (Slowenien), Olasz Rizling
(Ungarn), Rizling Vlassky (Tschechien), Italienischer Riesling, Petit Riesling,
Petracine, Riesler, Riesling Italico (Italien), Rismi, Talianska Grasevina und
Wälschriesling.
Veltliner
Die weiße Rebsorte ist eine urtypisch österreichische Rebe. Der vollständige
Name lautet Grüner Veltliner, als offizielles Synonym ist Weißgipfler zulässig.
Aber es gibt auch eine Vielzahl anderer Namen wie zum Beispiel Bielospicak,
Dreimänner, Falkensteiner, Fehérhegyue, Grüner Muskateller, Grünmuskateller,
Nemes Veltelini, Manhardsrebe, Manhardtraube, Manhartsrebe, Mouhardsrebe, Ryvola
Bila, Tarant Bily, Valteliner, Veltlini, Veltlinske Zelené, Weißgipfler,
Weißreifler, Weißmuskateller, Yesil Veltliner, Zeleny Muskatel, Zleni Veltinac,
Zöld Muskotaly und Zöld Veltelini. Die genaue Herkunft ist unbekannt, vermutlich
wurde die Sorte jedoch bereits in der Römerzeit angebaut. Angeblich hat bereits
Kaiser Augustus (63 v. Chr.-14.n. Chr.) einen Veltliner aus dem heutigen Gebiet
Südtirol getrunken
Zweigelt
Die rote Rebsorte wurde im Jahre 1922 an der Weinbauschule in Klosterneuburg von
Dr. Fritz Zweigelt (1888-1964) aus den Sorten St. Laurent x Blaufränkisch
gekreuzt. Sie wurde zuerst als Rotburger (ebenfalls zulässiger Name) bezeichnet,
aber der Name setzte sich nicht richtig durch. Später erhielt sie nach ihrem
Schöpfer den Namen Zweigelt (auch Blauer Zweigelt oder Zweigeltrebe), wofür sich
nach langjähriger praktischer Erprobung der Rebsorte besonders Lenz Moser III.
(1905-1978) einsetzte. Die Sorte wird vorwiegend in Österreich, wo sie mit rund
4.350 Hektar (9% der Gesamt-Rebfläche) die häufigste rote Rebsorte ist, in
kleinen Mengen in Deutschland (Saale-Unstrut, Württemberg) sowie in England
versuchsweise angebaut.